Instandhaltungsrücklagen-Rechner

Instandhaltungsrücklagen-Rechner

Schätze eine sinnvolle monatliche Rücklage für Gebäude & WEG – inkl. Zielpuffer, Aufholrate und Prognose. Alles lokal im Browser, ohne Tracking.

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1) Daten eingeben

Tipp: Für eine schnelle Orientierung reicht oft Fläche + Baujahr + Zustand. Der Rechner nutzt Richtwerte pro m²/Jahr und passt sie über Faktoren an. Ergebnisse sind Näherungen und ersetzen keine Beschlussfassung/Planung.

Druckhinweis: Diese Seite ist für eine kompakte Druckansicht optimiert.

2) Empfehlung & Check

Empfohlen laufend
Empfohlen inkl. Aufbau zum Zielpuffer
Prognose Rücklage in 5 Jahren
Prognose Rücklage in 10 Jahren
Prognose Rücklage in 15 Jahren

So liest du das Ergebnis (Erklärung)

Dieser Rechner gibt dir eine pragmatische Empfehlung, wie viel Geld du monatlich als Instandhaltungsrücklage zurücklegen solltest. Die Idee: Gebäude altern nicht linear. In jungen Jahren fallen oft nur kleinere Posten an (Dichtungen, Kleinreparaturen), später kommen typischerweise größere Maßnahmen wie Dach, Fassade, Heiztechnik, Fenster oder Leitungen hinzu. Deshalb arbeitet das Tool mit einem Richtwert pro m² und Jahr, der sich aus dem Gebäudealter ableitet, und passt diesen über Faktoren an: Zustand, Ausstattung und Strategie.

„Empfohlen laufend“ ist dein monatlicher Beitrag, um die erwartbaren laufenden Instandhaltungsaufwände langfristig abzufedern. Er ist bewusst einfach gehalten und eignet sich als Orientierung für Eigentümer:innen, Vermieter:innen oder WEGs – besonders dann, wenn gerade kein detaillierter Maßnahmenplan vorliegt. Je älter das Gebäude, desto höher der Basiswert, weil die Wahrscheinlichkeit kostenintensiver Erneuerungen steigt.

Zusätzlich gibt es den Zielpuffer. Viele Eigentümer wollen nicht nur „laufend“ sparen, sondern auch einen Sicherheitsbestand aufbauen, um Sonderumlagen abzumildern. Darum wählst du „Zielpuffer (Jahresbeiträge)“. Bei 3 Jahren bedeutet das: Ziel-Rücklage = 3 × (jährlicher laufender Beitrag). Der Rechner vergleicht deine aktuelle Rücklage mit diesem Ziel. Wenn du darunter liegst, berechnet er eine zusätzliche Aufholrate, verteilt über den von dir gewählten Aufbauzeitraum. Optional berücksichtigt er eine kleine Verzinsung, damit der Aufbau realistischer wirkt (bei null Prozent ist es schlicht eine lineare Verteilung).

Unter „Rücklagen-Check“ siehst du, ob du im grünen Bereich bist: Unter 50% Zielpuffer gilt als „kritisch“, 50–85% als „ausbaufähig“, darüber als „solide“. Das ist keine Norm, sondern eine Ampel, die dir hilft, schneller eine Entscheidung zu treffen: Beitrag erhöhen, Zielpuffer anpassen oder Maßnahmenplan prüfen. Die Prognose-Boxen zeigen, wie sich die Rücklage entwickeln könnte, wenn du den empfohlenen Gesamtbetrag konstant einzahlst. Das ist nützlich für Gespräche mit Miteigentümer:innen, Bank oder Verwaltung.

FAQ

1) Ist das Ergebnis „rechtsverbindlich“ oder eine offizielle Vorgabe?

Nein. Der Rechner liefert eine fundierte Orientierung, aber keine rechtsverbindliche Vorgabe. In der Praxis hängen Rücklagenbeschlüsse von Zustand, Protokollen, Beschlüssen, Gutachten und dem Maßnahmenplan ab. Nutze das Ergebnis als Startpunkt: Wenn es deutlich von eurer Realität abweicht, ist das ein Signal, genauer hinzuschauen.

2) Warum fragt der Rechner nach Baujahr und Zustand?

Alter und Zustand sind die zwei stärksten Treiber. Ein gut modernisiertes Haus von 1970 kann günstiger sein als ein „ungepflegtes“ Haus von 1995. Das Tool nutzt Altersstufen als Basis und skaliert danach: „sehr gut“ reduziert, „schwach“ erhöht. So entsteht schnell ein plausibler Korridor, auch ohne detaillierte Baukostenrechnung.

3) Was bedeutet „Strategie: konservativ/standard/ambitioniert“?

Das ist dein Sicherheitsniveau. Konservativ bedeutet: du akzeptierst eher Schwankungen und planst knapper. Standard ist eine solide Mitte. Ambitioniert baut mehr Puffer auf – sinnvoll, wenn größere Projekte absehbar sind, Handwerkerpreise steigen oder du Sonderumlagen vermeiden willst. Gerade in WEGs kann „ambitioniert“ Streit reduzieren.

4) Wie wähle ich den Zielpuffer sinnvoll?

Als grobe Praxislogik: 2–3 Jahresbeiträge sind für viele Gebäude ein guter Start, wenn keine großen Maßnahmen in den nächsten 1–2 Jahren geplant sind. Bei Sanierungsstau, vielen Gewerken oder riskanten Bauteilen (Dach, Heizung, Fassade) können 4–6 Jahre sinnvoll sein. Besser: Maßnahmenplan + Kostenschätzung und daraus die Zielgröße ableiten.

5) Was ist, wenn ich schon hohe Rücklagen habe?

Dann zeigt dir der Rechner oft „solide“ und die zusätzliche Aufholrate wird null. Das heißt nicht automatisch, dass du zu viel sparst – vielleicht steht ein großes Projekt an. Prüfe, ob die Rücklage zweckgebunden ist (z.B. Dach) oder frei. Eine starke Rücklage kann Sonderumlagen vermeiden und Finanzierungskosten senken.

6) Ich habe mehrere Einheiten – was bringt das Feld „Wohneinheiten“?

Optional rechnet der Rechner eine grobe „pro Einheit“-Sicht aus. Das ist praktisch für WEG-Kommunikation: Man kann leichter vergleichen, ob die Belastung pro Wohnung realistisch wirkt. Für die rechtliche Verteilung gelten aber eure Miteigentumsanteile bzw. die Teilungserklärung – das Feld ersetzt diese Verteilung nicht.

7) Warum ist eine kleine Verzinsung überhaupt relevant?

Rücklagen liegen oft auf Tagesgeld/WEG-Konten und bringen (je nach Markt) etwas Zins. Bei längeren Aufbauzeiträumen kann das den erforderlichen monatlichen Zusatzbetrag leicht senken. Wenn du unsicher bist, setze die Verzinsung auf 0%. Dann ist die Rechnung bewusst konservativ und leicht nachvollziehbar.

8) Kann ich den Rechner nutzen?

Ja

9) Welche Grenzen hat das Modell?

Es bildet keinen individuellen Maßnahmenplan ab, keine Sonderfälle (Denkmalschutz, Tiefgarage, Aufzug, Fernwärme), keine regionalen Preisunterschiede und keine Baukostendetails. Wenn du konkrete Projekte kennst, ergänze sie in einer separaten Planung. Der Rechner bleibt absichtlich schlank, damit er schnell verständliche Richtwerte liefert.

Hinweis: Dies ist keine Finanz- oder Rechtsberatung. Ergebnisse sind Näherungen zur Orientierung und sollten mit Objektzustand, Protokollen, Angeboten oder einem Fachgutachten abgeglichen werden.
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