UG vs. GmbH Kosten-Rechner (inkl. Alternativen)
Optik-stark, schnell & anpassbar: Gründung + laufende Kosten + 3-Jahres-Blick. Richtwerte zur Orientierung – keine Rechts-/Steuerberatung.
Dein Szenario
Feintuning (optional, für realistischere Steuerberater-Sätze)
Erklärung & FAQ
Erklärung
Dieser Rechner liefert eine schnelle Kosten-Orientierung für die Rechtsformwahl in Deutschland. Im Fokus steht der Vergleich UG (haftungsbeschränkt) vs. GmbH – ergänzt um Freiberufler, Einzelunternehmen, GbR und e.K. Diese Zusatzformen sind sinnvoll, weil sie in der Praxis oft die günstigste Vergleichsbasis sind: Manche Gründungen brauchen gar keine Kapitalgesellschaft, andere profitieren stark von Haftungsbegrenzung und professioneller Außenwirkung. Wichtig: Das ist eine Rechenhilfe zur Orientierung und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Gebühren und Pflichten können je nach Fall (Bundesland, Notar, Kommune, Branche) abweichen.
So verwendest du den Rechner: Wähle oben die Rechtsformen, die du vergleichen willst (Standard: UG + GmbH). Stelle dann dein Szenario ein: Anzahl Gesellschafter, Musterprotokoll ja/nein, Belege pro Monat, Mitarbeiter, Buchhaltung „selbst“ oder „Steuerberater“. Rechts siehst du je Rechtsform (1) einmalige Gründungskosten, (2) laufende Jahreskosten und (3) eine 3-Jahres-Sicht, damit du Einmal- und Folgekosten zusammen bewerten kannst. Tipp: Variiere Belege und Mitarbeiter – so erkennst du, ob Einmalkosten oder laufende Kosten deinen Gesamtbetrag dominieren.
Was steckt in den Gründungskosten? Für UG und GmbH sind typische Gebühren-Beispiele für Registergericht und Notar hinterlegt (Handelsregistereintragung, notarielle Anmeldung, Beurkundung, technische Einreichung). Das sind Richtwerte – echte Notarrechnungen können z. B. durch Sacheinlagen, zusätzliche Klauseln, mehrere Geschäftsführer, komplexe Gesellschafterstrukturen oder Beratung über das Standardmaß hinaus steigen. Ergänzend kannst du die Gewerbeanmeldung (kommunal unterschiedlich) und optionale Start-Pakete (z. B. Konto-Setup, Muster-Verträge, Erstberatung) als Zusatzkosten eintragen.
UG vs. GmbH – Kosten vs. Kapital: Das Stammkapital ist grundsätzlich Vermögen der Gesellschaft und nicht automatisch „weg“. Trotzdem ist es gebunden und beeinflusst deine Start-Liquidität. Bei der GmbH liegt das gesetzliche Mindeststammkapital bei 25.000 €; zur Eintragung reicht häufig zunächst eine Mindesteinzahlung von 12.500 €. Die UG kann mit sehr geringem Stammkapital starten, muss dafür aber Gewinnrücklagen bilden, bis eine höhere Kapitalausstattung erreicht ist. Darum zeigt der Rechner das Kapital separat als Liquiditäts-Hinweis – als Ergänzung zu den eigentlichen Gebühren.
Warum stehen Einzelunternehmen, GbR und e.K. im Vergleich? Einzelunternehmen (Gewerbe) und GbR sind oft schnell und günstig startbar, dafür haftest du grundsätzlich persönlich. Der e.K. ist ein Einzelunternehmer mit Handelsregistereintrag – das kann für Außenwirkung, Firmenname und kaufmännische Strukturen hilfreich sein, bringt aber meist mehr formalen Aufwand. Diese Formen helfen dir, die Kernfrage zu beantworten: „Lohnt sich die Kapitalgesellschaft wirklich für mein Setup – oder reicht eine schlankere Rechtsform?“
Laufende Kosten: In vielen Fällen ist die Buchhaltung der größte Posten. UG/GmbH benötigen typischerweise doppelte Buchführung, Jahresabschluss und Offenlegung; beim Einzelunternehmen/GbR ist es oft einfacher (z. B. EÜR), solange keine handelsrechtliche Buchführungspflicht greift. Der Rechner modelliert laufende Kosten über Belege, Mitarbeiter (Lohnabrechnung) und den Ansatz „selbst“ (Software/Zeiteinsatz) vs. „Steuerberater“ (Pauschale + variable Kosten). Zusätzliche Pflichtposten wie IHK/HWK-Beiträge kannst du im Rechner direkt anpassen.
Netto oder Brutto? Notarleistungen unterliegen Umsatzsteuer. Wenn du zum Vorsteuerabzug berechtigt bist, kann die Notar-MwSt wirtschaftlich neutral sein. Darum kannst du umschalten, ob die Gründungskosten netto (ohne Notar-MwSt) oder brutto (inklusive Notar-MwSt) angezeigt werden. Registergericht-Gebühren werden dabei als nicht-umsatzsteuerpflichtig behandelt.
Wie du das Ergebnis interpretierst: Entscheide nicht nur nach der niedrigsten Zahl. Wenn du viele Transaktionen hast (z. B. Shop, hohe Belegdichte), dominieren die laufenden Kosten – dann ist der Unterschied zwischen UG und GmbH bei den Einmalkosten oft zweitrangig. Wenn du dagegen Außenwirkung, Finanzierung oder größere B2B-Aufträge priorisierst, kann die GmbH trotz höherer Einstiegshürde sinnvoll sein. Nutze den Rechner als Gesprächsvorlage und kläre kritische Punkte (Haftung, Offenlegung, Vertragsgestaltung, Steuern) mit Notar/Steuerberatung.
FAQ
- Größter Kostenhebel bei der Gründung? Notar/Handelsregister und die Frage Musterprotokoll vs. individueller Vertrag.
- UG später zur GmbH? Ja, meist über Rücklagen und Kapitalerhöhung/Umwandlung; dafür fallen erneut Gebühren an.
- Ist Stammkapital verloren? Nein, es bleibt Gesellschaftsvermögen, aber ist an Regeln gebunden.
- Steuerberater Pflicht? Nicht zwingend, bei UG/GmbH aber oft praktisch wegen Jahresabschluss/Fristen.
- Günstigste Form? Häufig Freiberufler/Einzelunternehmen ohne Handelsregister, aber Haftung kann entscheidend sein.
- Warum MwSt beim Notar? Notarleistungen sind umsatzsteuerpflichtig; ggf. ist Vorsteuerabzug möglich.
- Musterprotokoll wann sinnvoll? Bei einfacher Struktur (wenige Gesellschafter, wenig Sonderregeln).
- Oft vergessene Kosten? IHK/HWK-Beiträge, Offenlegung, Software-Abos, Lohnabrechnung, Steuer-Rücklagen.
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