Steuerklassen-Wechselvergleich

Wechselvergleich • Stand 2026

Steuerklassen-Wechselvergleich (Haushalts-Netto)

Vergleiche zwei Steuerklassen-Szenarien (z. B. IV/IV vs. III/V oder Faktor) – inkl. Netto je Partner, Haushaltsnetto, Risiko-Saldo (Erstattung/Nachzahlung) und Mini-Chart.

🧠 Smart-Schätzung, keine Rechtsberatung

Eingaben Brutto monatlich • Schnell & übersichtlich

Wird ignoriert, wenn „Kinder“ > 0.
Für die meisten: 0 – hier nur als grobe Näherung.
Tipp: Wenn ihr euch wegen Nachzahlung unsicher seid, schau auf den „Saldo“-Wert (A/B). Positiv = eher Erstattung, negativ = eher Nachzahlung (Näherung).

Ergebnis Netto • Differenz • Empfehlung

Haushaltsnetto Szenario A
Saldo: –
Haushaltsnetto Szenario B
Saldo: –
Differenz: –
Details anzeigen (Netto je Person, Abzüge)

Erklärung & FAQ (kurz, aber richtig hilfreich)

Steuerklassen bestimmen nicht „wie viel Steuern du wirklich zahlst“, sondern vor allem, wie viel Lohnsteuer dein Arbeitgeber Monat für Monat einbehält. Die endgültige Einkommensteuer wird erst mit der Steuererklärung (oder beim Lohnsteuerjahresausgleich) anhand eures zu versteuernden Einkommens festgesetzt. Genau deshalb kann ein Steuerklassenwechsel das monatliche Netto deutlich verschieben – ohne dass sich eure Jahressteuerlast im Kern ändern muss. Dieses Tool ist daher ein Wechsel-Vergleich: Es zeigt, wie sich zwei Szenarien auf euer laufendes Haushaltsnetto und das grobe „Erstattungs-/Nachzahlungs-Gefühl“ auswirken.

Für Ehepaare sind meist drei Varianten spannend: IV/IV, III/V und IV/IV mit Faktor. IV/IV ist oft „neutral“, wenn beide ähnlich verdienen. III/V schiebt mehr Netto zum Partner mit Klasse III und weniger Netto zum Partner mit Klasse V. Das kann im Alltag helfen (z. B. wenn ein Einkommen die Fixkosten trägt), birgt aber häufiger Nachzahlungsrisiken – besonders bei schwankenden Einkommen, Sonderzahlungen (Bonus/Weihnachtsgeld) oder wenn sich im Jahr die Arbeitssituation ändert. IV/IV mit Faktor versucht das zu glätten: Beide zahlen anteilig so, dass die Summe der Lohnsteuer näher an der erwarteten gemeinsamen Jahressteuer liegt.

So nutzt du den Vergleich: Trage eure Bruttogehälter (monatlich) ein, wähle Kirchensteuer (0/8/9 %) und passe den Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung an, falls du deinen kassenindividuellen Wert kennst. Optional kannst du die Zahl der Kinder angeben (für Abschläge in der Pflegeversicherung) und „kinderlos über 23“ aktivieren (Pflege-Zuschlag). Danach wählst du Szenario A und Szenario B und klickst auf „Berechnen“. Die Ergebnis-Kacheln zeigen Netto pro Person, gemeinsames Haushaltsnetto, Steuerabzüge sowie die Differenz zwischen A und B.

Wie rechnet das Tool? Es schätzt zuerst die Sozialabgaben (Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung) mit typischen Arbeitnehmeranteilen und berücksichtigt Beitragsbemessungsgrenzen. Anschließend wird ein vereinfachtes zu versteuerndes Einkommen ermittelt (Brutto minus Sozialabgaben minus Pauschalen wie Arbeitnehmer-Pauschbetrag und Sonderausgaben-Pauschbetrag). Darauf wird die Einkommensteuer mit dem Einkommensteuertarif 2026 nach § 32a EStG geschätzt; bei Verheirateten wird für die Jahressteuer das Splitting-Verfahren abgebildet.

Interpretation: Wenn Szenario B mehr Netto zeigt, bedeutet das nicht automatisch „besser“. Frage dich zusätzlich: Passt die monatliche Verteilung zu eurem Alltag? Und wie wahrscheinlich ist eine Erstattung oder Nachzahlung? III/V kann das Monatsnetto „optimieren“, ist aber empfindlicher, wenn sich im Jahr etwas ändert. Der Faktor ist häufig die stressfreiere Variante, weil er Überraschungen reduziert. Als Faustregel gilt: Je ungleicher die Einkommen, desto stärker verschiebt III/V Netto zum Hauptverdiener; je ähnlicher die Einkommen, desto näher liegt IV/IV – und der Faktor bringt oft die sauberste Planung.

Tipp: Nutze den Rechner auch als „Stress-Test“. Rechne einmal konservativ (ohne Bonus) und einmal optimistisch (mit Bonus/12 als Zuschlag aufs Monatsbrutto). Wenn die Differenz zwischen den Szenarien klein ist, lohnt sich ein Wechsel oft nur, wenn ihr dadurch planbarer werdet (z. B. Faktor statt III/V) oder wenn eine Leistung (Elterngeld/Krankengeld) gezielt über das Netto beeinflusst werden soll.

FAQ
1) Ändert die Steuerklasse meine Jahressteuer? Meist nicht. Sie ändert vor allem die monatlichen Vorauszahlungen (Lohnsteuer). Die tatsächliche Jahressteuer hängt von Gesamteinkommen und Abzügen ab.
2) Wann lohnt sich III/V? Häufig bei stark unterschiedlichen Einkommen, wenn ihr bewusst mehr Netto beim Hauptverdiener wollt. Plant Rücklagen ein, falls eine Nachzahlung entsteht.
3) Warum IV/IV mit Faktor? Weil die Lohnsteuer bei beiden Partnern proportional angepasst wird. Das macht das Haushaltsnetto planbarer.
4) Muss ich eine Steuererklärung abgeben? Bei III/V ist die Abgabepflicht in vielen Fällen gegeben. Prüfe die aktuellen Regeln oder kläre es kurz mit dem Finanzamt.
5) Kann ich jederzeit wechseln? Grundsätzlich ja, aber Fristen und Grenzen gelten (z. B. wie oft pro Jahr). Praktisch läuft das über ELSTER oder das Finanzamt.
6) Wie genau ist der Rechner? Er ist ein Näherungs-Vergleich mit Stellschrauben. Für exakte Werte sind deine ELStAM-Daten und die Lohnabrechnung entscheidend.
7) Was ist mit Bonus/Weihnachtsgeld? Sonderzahlungen erhöhen oft die Abzüge in dem Monat deutlich. Wenn relevant: teste mehrere Varianten.
8) Beeinflusst die Steuerklasse Elterngeld/Krankengeld? Indirekt ja, weil Leistungen oft am Netto orientiert sind. Der Zeitpunkt eines Wechsels kann daher entscheidend sein.
9) Warum bleibt die Jahressteuer oft gleich? Weil der Einkommensteuertarif und das Splitting die Jahreslast bestimmen. Steuerklassen verschieben primär nur den Zeitpunkt der Zahlung.

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