Fee-Drag Calculator
Vergleiche die Kosten deiner Hausbank mit einem modernen Depot-Setup.
Deine entgangenen
Gewinne durch Gebühren:
0 €
Hintergrund: Warum Gebühren deine Rendite auffressen
Beim Investieren konzentrieren sich viele Anleger auf die Auswahl der besten Aktie oder des besten Marktes. Doch der größte Hebel für deinen langfristigen Erfolg liegt oft woanders: in der Kostenstruktur. Gebühren wirken wie ein Zinseszins im Rückwärtsgang – sie mindern nicht nur dein Kapital heute, sondern verhindern, dass dieses Kapital über Jahrzehnte für dich arbeitet.
Was ist der "Fee Drag" Effekt?
Fee Drag (Gebühren-Schlepplast) beschreibt den Umstand, dass laufende Kosten (wie TER bei Fonds
oder Depotgebühren) deine jährliche Rendite senken. Wenn der Markt um 7 % steigt, deine Bank
aber 2 % Gebühren verlangt, bleiben dir nur 5 %. Über 30 Jahre führt dieser scheinbar kleine
Unterschied von 2 % dazu, dass dein Endvermögen oft um 30 % bis 50 % niedriger ausfällt als
möglich. Du verlierst nicht nur das Geld für die Gebühren, sondern auch alle Zinsen, die dieses
Geld in 30 Jahren erwirtschaftet hätte.
Aktive Fonds vs. Passive ETFs
Ein typischer aktiver Investmentfonds der Hausbank kostet oft zwischen 1,5 % und 2,5 % pro Jahr
(TER + Ausgabeaufschlag). Ein passiver Welt-ETF (z.B. MSCI World) kostet oft nur 0,2 % pro Jahr.
Hinzu kommen bei der Hausbank oft noch Depotführungsentgelte. Unser Rechner visualisiert die
gigantische Schere, die sich zwischen diesen beiden Welten über die Jahrzehnte öffnet. In den
meisten Fällen schlägt der günstigere ETF das teure Bankprodukt allein durch die
Kostenersparnis.
Der Ausgabeaufschlag: Gift für den Start
Bietet dir ein Berater einen Fonds mit 5 % Ausgabeaufschlag an, startest du bereits mit einem
Defizit. Von 10.000 € werden nur 9.500 € real investiert. Du fängst also bei -5 % an. In einer
modernen Online-Depot-Struktur (Neo-Broker) zahlst du oft gar keine Kaufgebühren oder nur einen
Pauschalbetrag von 1 €. Das Kapital kann von der ersten Sekunde an voll für dich arbeiten.
Warum merken viele Anleger das nicht?
Gebühren sind bei Fonds oft "eingepreist". Sie werden täglich dem Fondsvermögen entnommen, ohne
dass du eine Rechnung in deinem Postfach siehst. Dieser "unsichtbare" Charakter macht sie so
gefährlich. Erst bei einem direkten Vergleich wie in diesem Rechner wird das Ausmaß der
Kostenfalle deutlich.
Können hohe Gebühren durch bessere Performance ausgeglichen werden?
Theoretisch ja. Praktisch zeigen Studien (wie der SPIVA-Report), dass über einen Zeitraum von
10-15 Jahren über 90 % der teuren aktiven Fonds schlechter abschneiden als ihr Vergleichsindex
(Benchmark). Die Wahrscheinlichkeit, dass dein Bankberater genau den einen Fonds findet, der die
hohen Gebühren durch Überrendite wettmacht, ist statistisch gesehen extrem gering.
Was sollte ich jetzt tun?
Prüfe die laufenden Kosten (TER) deiner Fonds in den Factsheets und schaue nach Depotgebühren in
deinem Preis-Leistungs-Verzeichnis. Ein Wechsel zu einem kosteneffizienten Broker und ein
Umstieg auf günstige ETFs kann über ein Anlegerleben den Unterschied zwischen einer kleinen
Zusatzrente und echtem Reichtum ausmachen.
