Einmalanlage vs. Sparplan

Einmalanlage vs. Sparplan (DCA) - Die optimale Strategie

Einmalanlage vs. Sparplan (DCA)

Die ewige Frage: Alles sofort investieren oder über Monate verteilen?

Cooler Mathematiker Mittleres Unwohlsein Zittrige Hände
Unsere Empfehlung

Mathematische Gewinnwahrscheinlichkeit (Lump Sum) ca. 68 %
Psychologischer Komfort-Score Mittel
Vorgeschlagene monatliche Tranche 0 €
Historische Daten zeigen: Wer sofort investiert, gewinnt in 2 von 3 Fällen. Doch wer bei einem Crash im ersten Monat alles verkauft, hat mathematisch Recht, aber psychologisch verloren.

Guide: Die Psychologie des Markteinstiegs

Wenn man eine größere Summe Geld erhält – sei es durch ein Erbe, einen Bonus oder den Verkauf einer Immobilie – stellt sich sofort die Frage: Soll ich alles auf einmal (Lump Sum) investieren oder die Summe über mehrere Monate verteilen (Dollar Cost Averaging, kurz DCA)?

Warum ist die Einmalanlage mathematisch meist besser?
Da die Aktienmärkte historisch gesehen in etwa 70 % der Zeit steigen, ist es statistisch lukrativer, so früh wie möglich mit dem gesamten Kapital investiert zu sein. Jeder Monat, den du Geld auf dem Tagesgeldkonto liegen lässt, während du es schrittweise investierst, kostet dich die entgangene Marktrendite. Studien von Vanguard und Morningstar haben bestätigt, dass die Einmalanlage die DCA-Strategie in den meisten 12-Monats-Zeiträumen schlägt.
Welchen Vorteil bietet dann der Sparplan (DCA)?
Der Vorteil ist rein psychologisch, aber extrem wertvoll. Wenn du heute 100.000 € investierst und morgen der Markt um 10 % einbricht, fühlst du dich miserabel (Regret Aversion). Wenn du aber nur 10.000 € investiert hast und der Markt einbricht, freust du dich sogar, weil du die nächste Tranche von 10.000 € günstiger einkaufen kannst. DCA reduziert das Risiko des "maximalen Unglücks" – nämlich genau am Allzeithoch mit der gesamten Summe einzusteigen.
Was ist der "Fear-Tolerance" Score im Rechner?
Wir haben diesen Schieberegler eingebaut, um deine emotionale Belastbarkeit zu messen. Ein "Cooler Mathematiker" sollte immer alles sofort investieren, da er Volatilität stoisch ertragen kann. Ein Anleger mit "Zittrigen Händen" sollte die Einzahlung lieber auf 12 bis 18 Monate strecken. Der Grund: Es ist besser, eine etwas geringere Rendite durch DCA zu erzielen, als bei der ersten Panik alles im Minus zu verkaufen.
Wie lange sollte man den Sparplan strecken?
Finanzexperten empfehlen meist einen Zeitraum von 6 bis 12 Monaten. Alles, was über 24 Monate hinausgeht, führt oft dazu, dass die Inflation und entgangene Gewinne den Zinsvorteil völlig auffressen. Unser Rechner schlägt dir je nach Angst-Level einen optimalen Zeitraum vor.
Gibt es eine Hybrid-Strategie?
Ja! Du könntest 50 % sofort investieren (um am Markt teilzuhaben) und die restlichen 50 % über 6 Monate verteilen. So bedienst du beide Welten: Die mathematische Wahrscheinlichkeit und dein psychologisches Sicherheitsbedürfnis.
Wann ist DCA besonders sinnvoll?
In extrem überhitzten Märkten mit hoher Volatilität kann DCA helfen, den Einstiegspreis zu glätten. Auch wenn du das Geld für die Anlage erst nach und nach verdienst (z.B. vom monatlichen Gehalt), ist DCA die natürliche und einzige Wahl.
Rechtshinweis: Historische Renditen sind keine Garantie für die Zukunft. Die 68%-Wahrscheinlichkeit basiert auf historischen Backtests globaler Indizes. Keine Anlageberatung.
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