BAföG Rechner

BAföG Vorab-Check

Wie viel BAföG ist bei dir grob drin?

In 60 Sekunden zur Schätzung: Bedarf, Abzüge (Einkommen/Vermögen/Eltern) und ein sauberer Breakdown. Stand: Wintersemester 2025/26 (Richtwerte)

Max. Bedarf (typisch) bis ~992 €
Nebenjob-Freibetrag (Daumenregel) ~556 €/Monat

Deine Daten

Wichtig für Vermögens-Freibetrag & mögliche KV/PV-Variante.
Wohnsituation
BAföG rechnet mit einer Wohnpauschale – nicht mit deiner echten Warmmiete.
Daumenregel: bis ~556 €/Monat bleibt meist ohne Kürzung (im Jahresdurchschnitt).
Nur der Teil über dem Freibetrag zählt – verteilt auf 12 Monate.
Pro Person erhöht sich der Vermögens-Freibetrag pauschal.
Eltern & Partner (optional, aber wichtig)
Mehr unterhaltsberechtigte Kinder ⇒ höherer Freibetrag ⇒ oft mehr BAföG.
Wenn du nur Brutto kennst: lieber konservativ schätzen (BAföG rechnet nicht 1:1 mit Brutto).
Wenn du unsicher bist, lieber konservativ – so vermeidest du „zu hohe“ Erwartungen.
Keine Server-Calls. Alles läuft lokal im Browser.

Erklärung: Was der Rechner macht (und was nicht)

BAföG ist für viele Studierende der Gamechanger: Es schließt die Lücke zwischen dem, was du zum Leben brauchst, und dem, was du selbst (oder deine Familie) realistisch stemmen kannst. Die offizielle Berechnung ist allerdings komplex: Sie arbeitet mit pauschalen Bedarfssätzen, festen Zuschlägen, Einkommen aus dem vorletzten Kalenderjahr und einer ganzen Reihe von Freibeträgen. Genau dafür ist dieser Rechner gedacht – als schneller, transparenter Vorab-Check. Du bekommst in wenigen Sekunden eine realistische Schätzung deines möglichen BAföG und siehst, welche Faktoren den Betrag am stärksten beeinflussen.

So nutzt du den Rechner: Wähle zuerst deine Wohnsituation. BAföG rechnet mit einer Wohnpauschale – unabhängig davon, ob deine echte Warmmiete höher oder niedriger ist. Danach wählst du den Versicherungsstatus. Bist du familienversichert, fällt kein Zuschlag für Kranken-/Pflegeversicherung an. Musst du selbst zahlen, addiert der Rechner Zuschläge auf den Bedarf. Ab 30 können die Zuschläge anders aussehen, deshalb kannst du dafür eigene Beitragswerte eingeben (werden in diesem Vorab-Check gedeckelt). Aus diesen Angaben entsteht dein „Bedarf“ – die Basis, von der später Abzüge abgehen.

Danach kommen die Abzüge. Dein eigenes Einkommen wirkt sich erst oberhalb eines Freibetrags aus. Für den schnellen Check wird eine monatliche Grenze genutzt; in der Praxis zählt beim Amt die Summe deiner Einkünfte im Bewilligungszeitraum (meist 12 Monate). Wenn du also in den Semesterferien mehr arbeitest, kann das trotzdem passen, solange du übers Jahr im Rahmen bleibst. Der Rechner zeigt dir den Mehrbetrag, der über dem Freibetrag liegt, damit du sofort siehst, ob sich ein zusätzlicher Job-Tag wirklich lohnt.

Falls du nicht elternunabhängig förderst, spielt das Einkommen der Eltern eine große Rolle. Wichtig: BAföG rechnet nicht einfach mit Brutto, sondern mit einem bereinigten Einkommen (nach typischen Abzügen wie Steuern, Sozialpauschalen und Werbungskosten). Deshalb fragst du hier am besten ein realistisches Monats-Netto/bereinigtes Einkommen ab. Der Rechner zieht passende Freibeträge ab (je nach Eltern-Status und Anzahl unterhaltsberechtigter Kinder) und setzt dann vereinfacht eine 50-%-Anrechnung auf den Teil über dem Freibetrag an, wie es viele Ratgeberbeispiele modellieren. Das ist bewusst „verständlich“ statt „juristisch perfekt“.

Auch Vermögen kann BAföG mindern. Bis zum Freibetrag bleibt dein Vermögen unberührt; nur der Überschuss wird berücksichtigt und auf 12 Monate verteilt. So siehst du direkt, ob ein zu großes Polster deinen Monatsbetrag merklich senkt. Der Rechner berücksichtigt außerdem, dass sich der Vermögensfreibetrag bei Partnern/Kindern im Haushalt erhöhen kann.

Das Ergebnis ist bewusst klar: geschätzter Monatsbetrag, Bedarf, Abzüge und ein „Was-wäre-wenn“-Hinweis für +50 € Einkommen. Bitte nimm das als Orientierung – nicht als Bescheid. BAföG hat Sonderregeln (Aktualisierungsantrag, Vorausleistung, Auslands-BAföG, besondere Abzüge). Wenn du nah an einer Grenze liegst, lohnt sich eine Beratung beim Amt oder Studierendenwerk.

FAQ

Zählt meine echte Miete?

Nein. BAföG nutzt eine Wohnpauschale. Deine echte Warmmiete ist für die Berechnung nicht direkt entscheidend.

Warum gibt es zwei Wohnpauschalen?

Wer bei den Eltern wohnt, bekommt einen kleineren Wohnbedarf als bei eigener Wohnung oder WG.

Wie viel darf ich nebenbei verdienen?

Für den Check gilt eine Monatsgrenze. In der Praxis zählt die Summe im Bewilligungszeitraum (typisch 12 Monate).

Was heißt „familienversichert“?

Wenn du über die Eltern krankenversichert bist, entfällt der Zuschlag für Kranken- und Pflegeversicherung.

Ich bin über 30 – was ändert sich?

Dann können andere Zuschlagshöhen gelten. Deshalb kannst du im Rechner KV/PV-Beiträge eingeben (gedeckelt).

Was bedeutet elternunabhängig?

In bestimmten Fällen wird das Elterneinkommen nicht angerechnet (z. B. längere Erwerbstätigkeit). Dann dominiert dein Bedarf.

Warum fragt der Rechner nach Geschwistern/Kindern?

Unterhaltsberechtigte Kinder erhöhen Freibeträge – das kann deinen Anspruch spürbar verbessern.

Was passiert bei Vermögen über dem Freibetrag?

Der Überschuss wird auf 12 Monate verteilt und mindert den Monatsbetrag entsprechend.

Bekomme ich automatisch den Höchstsatz?

Nur wenn keine anrechenbaren Einkommen/Vermögen vorliegen und du alle Bedarfsteile (Wohnen, KV/PV) erfüllst.

Muss ich alles zurückzahlen?

Bei Studierenden ist BAföG meist teils Zuschuss, teils zinsloses Darlehen. Die Rückzahlung ist begrenzt.

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