ICE/RICE Rechner

ICE / RICE Priorisierungs-Rechner

Ideen sauber bewerten, automatisch sortieren, Top-Kandidaten visualisieren – perfekt für Feature-Backlogs & Experimente.

Idee hinzufügen

Tip: Schreib’s so, dass dein Team sofort versteht, worum es geht.
Erwarteter Nutzen / Effekt.
Wie sicher bist du?
Je höher, desto einfacher.
Aufwand (niemals 0).
Betroffene Nutzer/Leads im Zeitraum.
Nur Anzeige (für Reach-Kontext).

Ergebnisse

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Top-5 Visualisierung

Hinweis: Scores sind Vergleichswerte – perfekt für Diskussion & Priorisierung, nicht als „Wahrheit“.

Erklärung & FAQ

Der ICE/RICE-Rechner hilft dir, Ideen, Features oder Marketing-Experimente schnell und nachvollziehbar zu priorisieren. Statt „Bauchgefühl“ bekommst du eine klare Rangliste – inklusive Begründung über Zahlen. Du trägst pro Idee ein paar Schätzwerte ein, der Rechner berechnet daraus die Scores, sortiert automatisch und zeigt die Top-Kandidaten als Balkendiagramm. So kannst du im Team leichter diskutieren („Warum steht Idee A über Idee B?“) und Entscheidungen dokumentieren.

ICE steht für Impact, Confidence und Ease. Impact beschreibt den erwarteten Nutzen (z. B. Umsatz, Aktivierung, Zeitersparnis) auf einer Skala von 1–10. Confidence ist dein Sicherheitsgrad in Prozent: Wie gut sind Daten, Tests oder Erfahrungen? Ease ist die Umsetzbarkeit (1–10): je höher, desto einfacher bzw. schneller. Der ICE-Score wird hier als Impact × Confidence × Ease / 100 berechnet – Confidence wirkt also als „Realitätsfilter“: unsichere Annahmen bekommen automatisch weniger Gewicht.

RICE erweitert ICE um Reach und ersetzt Ease durch Effort. Reach ist die Reichweite im betrachteten Zeitraum (z. B. betroffene Nutzer pro Monat, Leads pro Quartal). Impact bleibt 1–10, Confidence bleibt Prozent, Effort ist der Aufwand in Person-Tagen (oder idealerweise Story-Points, wenn ihr damit konsistent seid). Der RICE-Score wird als Reach × Impact × Confidence / Effort / 100 berechnet. Dadurch werden große, wirkungsstarke Ideen bevorzugt, aber hoher Aufwand drückt den Score.

Welche Methode ist besser? ICE ist super, wenn du viele kleine Ideen schnell grob vergleichen willst oder Reach schwer zu schätzen ist. RICE ist besser, wenn du eine „Portfolio-Sicht“ brauchst und Reach sowie Aufwand belastbar abschätzen kannst. In der Praxis: starte mit ICE, verfeinere die Top-10 später mit RICE – oder nutze im Rechner den Modus „Beides“, um Unterschiede sofort zu sehen.

Tipps für gute Eingaben: 1) Definiere vorab den Zeitraum (z. B. 30 Tage) und das Ziel (z. B. Aktivierung). 2) Nutze gemeinsame Ankerpunkte: Impact 10 = „Gamechanger“, 5 = „solide Verbesserung“, 1 = „kaum spürbar“. 3) Confidence 80–100 % nur bei echten Daten (A/B-Tests, klare Benchmarks). 4) Reach lieber konservativ schätzen; bei Unsicherheit mehrere Szenarien duplizieren. 5) Effort konsequent gleich messen (Person-Tage oder Points), sonst werden Scores verzerrt.

So nutzt du den Rechner: Idee benennen, Werte eintragen, „Idee hinzufügen“ klicken. Du kannst Einträge bearbeiten, duplizieren oder löschen, und nach ICE oder RICE sortieren. Mit „CSV exportieren“ lädst du die Liste für Jira/Sheets herunter. Alles wird lokal im Browser gespeichert (LocalStorage), damit du beim Seitenwechsel nicht neu anfangen musst – ohne Server und ohne Tracking.

Häufige Stolperfallen: unterschiedliche Definitionen von „Impact“, zu optimistische Effort-Schätzungen oder Reach, das sich auf den falschen Zeitraum bezieht. Ein einfacher Fix ist ein 30-Minuten-Kalibrierungs-Workshop: Nehmt drei bekannte, bereits umgesetzte Initiativen, bewertet sie rückblickend und besprecht, ob die Scores die Realität gut abbilden. Daraus entstehen Team-Ankerpunkte, die zukünftige Bewertungen deutlich konsistenter machen.

Warum sind die Skalen bei Impact/Ease 1–10?

Das zwingt zu klaren, schnellen Einschätzungen und ist im Team leicht zu kalibrieren. Wenn ihr feiner sein wollt, arbeitet mit halben Punkten (z. B. 7,5).

Welche Reach-Einheit soll ich verwenden?

Nimm eine Einheit, die zu deinem Ziel passt (Nutzer, Sessions, Bestellungen). Wichtig ist Konsistenz: alle Ideen müssen im gleichen Zeitraum und in der gleichen Einheit geschätzt werden.

Was, wenn Effort 0 ist?

Effort darf nicht 0 sein. Setze mindestens 0,5 Person-Tage, sonst wird der Score mathematisch unendlich und verfälscht die Rangliste.

Ist ein hoher Score automatisch „machen“?

Nicht zwingend. Der Score ist ein Priorisierungs-Signal. Prüfe zusätzlich Risiken, strategische Abhängigkeiten, rechtliche Themen und Ressourcen.

Warum weichen ICE- und RICE-Top-Ideen manchmal stark ab?

Weil RICE Reach und Effort stärker betont. Eine kleine, sehr einfache Idee kann bei ICE gewinnen, während eine größere Initiative bei RICE nach oben rutscht.

Kann ich die Daten zwischen Geräten teilen?

Der Rechner speichert lokal im Browser. Nutze den CSV-Export, um die Liste zu übertragen oder im Team zu teilen.

Wie setze ich Confidence sinnvoll?

Denk in Evidenzstufen: 30 % = reine Annahme, 60 % = qualitative Signale (Interviews, Support-Tickets), 80 % = harte Metriken, 95 % = getestete Hypothese. So nutzt ihr Confidence als Qualitätsmerkmal eurer Daten.

Wie gehe ich mit Abhängigkeiten um?

Markiere abhängige Ideen im Namen (z. B. „(Voraussetzung: Tracking)“) und priorisiere die Voraussetzung separat. Ein hoher Score bringt nichts, wenn ein Blocker zuerst gelöst werden muss.

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