Riester/Rürup-Check-Rechner (Orientierung)
In 60 Sekunden bekommst du zwei Passungs-Scores, einen Riester-Zulagen-Quickcheck und einen groben Rürup-Steuer-Quickcheck. Keine Beratung – aber ein richtig guter Kompass für die nächsten Fragen an Anbieter/Steuerberatung.
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Riester oder Rürup – was passt eher zu dir?
Dieser Rechner ist ein Orientierungs-Check. Er ersetzt keine Steuer- oder Finanzberatung, zeigt dir aber die wichtigsten Stellschrauben: Förderberechtigung, Zulagen, grober Steuervorteil, Flexibilität und Laufzeit. Alle Eingaben bleiben auf deinem Gerät – es wird nichts gespeichert oder übertragen.
Riester kann sinnvoll sein, wenn du zulageberechtigt bist (z. B. viele Angestellte/Beamtinnen/Beamte) oder mittelbar über den/die Partner/in. Die Förderung besteht aus Grundzulage und ggf. Kinderzulagen. Für die volle Zulage brauchst du meist einen Mindesteigenbeitrag: als Faustregel 4 % vom sozialversicherungspflichtigen Vorjahresbrutto (gedeckelt), minus Zulagen, mindestens ein Sockelbetrag. Zusätzlich prüft das Finanzamt per Günstigerprüfung, ob dir der Sonderausgabenabzug (bis zu 2.100 € pro Person und Jahr, inklusive Zulagen) mehr bringt als die Zulagen. Ist der Steuerabzug höher, erhältst du die Differenz als Steuererstattung.
Rürup (Basisrente) zielt stärker auf Steuern und „Zwangssparen“. Beiträge können als Altersvorsorgeaufwendungen bis zu einem jährlichen Höchstbetrag steuerlich berücksichtigt werden. Das ist besonders für Selbständige oder Gutverdienende interessant. Der Preis dafür ist geringe Flexibilität: Auszahlungen erfolgen typischerweise als lebenslange Rente, und vorzeitige Kapitalentnahmen sind meist ausgeschlossen. Wenn dir freie Verfügbarkeit, größere Entnahmeoptionen oder kurzfristiger Zugriff wichtig sind, passt Rürup meist schlechter.
Einordnung: Beide Modelle werden in der Rentenphase in der Regel nachgelagert besteuert – das heißt: Vorteile wirken heute, Steuern fallen später auf Auszahlungen an. Riester kann je nach Vertragsart Optionen rund um Wohneigentum bieten, während Rürup eher strikt auf die Altersrente festgelegt ist. Darum ist die Frage „Wie flexibel muss das Geld sein?“ oft genauso wichtig wie der reine Steuerwert.
So liest du das Ergebnis: Die Passungs-Scores sind kein Urteil, sondern eine Richtung. Der Riester-Teil zeigt dir Zulagen, den geschätzten Eigenbeitrag für volle Zulage und eine grobe Steuer-„Spanne“. Der Rürup-Teil zeigt den steuerlich nutzbaren Betrag (vereinfacht) und eine grobe Steuerersparnis auf Basis deines Grenzsteuersatzes. In der Realität wirken u. a. Familienstand, Pflichtbeiträge, Arbeitgeberanteile, Vertragsbedingungen und Kosten mit. Darum zeigt der Rechner bewusst Näherungen und listet die Faktoren, die deinen Score treiben.
Was der Rechner bewusst nicht macht: Er berechnet keine verbindliche Einkommensteuer, keinen Rentenanspruch und keine Nettorendite nach Produktkosten. Er hilft dir stattdessen, typische Denkfehler zu vermeiden (z. B. „Zulage = automatisch gut“ oder „Steuervorteil = gratis Geld“). Für eine Entscheidung brauchst du die Vertragsdetails und – falls du unsicher bist – Beratung.
Checkliste vor Abschluss: Förderberechtigung klären · Effektivkosten prüfen · Anlagestrategie verstehen (Garantie vs. Fonds/ETF) · Regeln bei Beitragspause/Wechsel/Rentenbeginn lesen · Riester: Zulagenantrag einplanen · Rürup: Bindung akzeptieren und steuerlichen Spielraum realistisch einschätzen.
Hinweis zur Lage: Die Bundesregierung hat eine Reform der geförderten privaten Altersvorsorge mit neuen Produkten ab 2027 auf den Weg gebracht. Nutze den Check daher als „Stand-Heute“-Kompass und prüfe vor Abschluss die aktuellen Regeln.
FAQ
1) Bekomme ich die Riester-Zulage automatisch?
Nein. Üblich ist ein (Dauer-)Zulagenantrag über den Anbieter. Ohne Antrag kann die Zulage fehlen oder später korrigiert werden.
2) Was bedeutet „mittelbar zulageberechtigt“?
Du bist über eine/n unmittelbar Förderberechtigte/n (z. B. Partner/in) begünstigt. Häufig reicht ein Sockelbeitrag, um eigene Zulagen zu erhalten.
3) Warum gibt es bei Riester einen Mindestbeitrag?
Weil Zulagen an Mindestbeiträge gekoppelt sind. Zahlst du weniger, werden Zulagen oft anteilig gekürzt.
4) Zählen Zulagen in den Riester-Höchstbetrag hinein?
Ja, der förderfähige Gesamtbetrag wird häufig inklusive Zulagen betrachtet. Darum rechnet der Check mit „Eigenbeitrag + Zulagen“.
5) Wann lohnt sich Rürup steuerlich besonders?
Wenn dein Grenzsteuersatz hoch ist und du noch Spielraum im Höchstbetrag hast. Bei Angestellten kann der Rahmen teils schon durch Pflichtbeiträge genutzt sein.
6) Kann ich eine Basisrente kündigen oder auszahlen lassen?
Meist nicht wie bei einem Depot. Basisrenten sind zweckgebunden; vorzeitige Kapitalauszahlungen sind in der Regel ausgeschlossen.
7) Ist Riester ohne Kinder sinnlos?
Nicht zwingend. Ohne Kinder sind Zulagen kleiner, aber die Günstigerprüfung kann helfen. Entscheidend sind Berechtigung, Kosten und Qualität.
8) Was mache ich nach dem Check?
Förderberechtigung klären, Angebote vergleichen (Kosten/Strategie/Auszahlung) und bei Unsicherheit Steuer- oder Honorarberatung nutzen.
9) Werden meine Daten gespeichert?
Nein. Der Rechner läuft lokal im Browser. Wenn du Ergebnisse teilen willst, nutze die Kopierfunktion.
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