Seestar S30 & S50 Dew & Akku Kombirechner

Seestar S30 & S50 Dew & Akku Kombirechner

Plane deine Session realistisch: Tau-Risiko, Dew-Removal, Kälte, Wind und optional Mosaic-Panels – mit klarer Ampel-Empfehlung „Powerbank nötig: Ja/Nein“.

Eingaben Bereit

Tipp: Wenn du ein Mosaic planst, aktiviere es – dann zählt Panels × Minuten als Sessionzeit (inkl. realistischer Reserve).

Baselines sind editierbar im „Erweitert“-Bereich.
Video zieht meist mehr: kürzere Baseline (v. a. S30).
Wird ignoriert, wenn Mosaic aktiv ist.
Unter 5°C sinkt die Laufzeit merklich, unter 0°C deutlich.
Richtwert: feuchte Luft, klare Nacht, viel Abkühlung ⇒ höher.
Auto ist oft der Sweet-Spot: schützt Optik, spart Akku.
Wind kann Dew-Heizung „härter arbeiten“ lassen (Wärmeverlust).
Wir schätzen Extra-Stunden über eine editierbare Nutz-Effizienz.
Hinweis: Mosaic beinhaltet zusätzliches Slew/Plate-Solve – wir rechnen dafür eine kleine Reserve ein (editierbar).
Heuristik = Planungswert, keine Garantie (Temperatur/Wind/Alter des Akkus variieren).
Erweitert (Defaults & Faktoren) editierbar

Passe die „Labor-Baselines“ und Reduktionsfaktoren an deine Praxis an (z.B. wenn du in kalten Nächten regelmäßig weniger Laufzeit siehst).

Default: 6h (Labor).
Default: 6h (Labor).
Default: 4h (Labor).
Nur für Powerbank-Extra-Stunden (Planungswert).
Verluste durch Wandlung/Kabel. Default 0.75.
<1 = etwas mehr Verbrauch bei Mosaic.
Default: 0.95
Default: 0.88
Default: 0.80
Default: 0.65 (mehr Sicherheit, weniger Akku).
Default: 0.85
Default: 0.93
Default: 0.97
Default: 0.95
Default: 0.90
Default: 1.00 (kein zusätzlicher Verbrauch).
Pro-Hinweis: Wenn deine reale Laufzeit systematisch abweicht, ändere zuerst die Baseline. Faktoren sind für Wetter/Heizung gedacht.

Ergebnis

Du bekommst eine Ampel-Empfehlung + kurze Praxis-Strategie. Ideal, um vor der Nacht schnell zu entscheiden.

Rest nach Session

Geschätzte Laufzeit (unter Bedingungen)

Powerbank-Check

Praxis-Strategie:
Warum Dew Akku kostet: Eine Heizfunktion muss Energie in Wärme umwandeln – je kälter, feuchter und windiger, desto mehr Leistung ist nötig, um die Optik über dem Taupunkt zu halten.

Warum Tau, Dew-Removal und Akku zusammenhängen (Praxis-Guide)

Tau ist einer der häufigsten Gründe, warum eine eigentlich gute Nacht plötzlich „kippt“: Sterne werden weich, Kontrast verschwindet, und selbst perfektes Tracking wirkt auf einmal unscharf. Der Kern ist simpel: In klaren Nächten strahlt die Optik Wärme in den Himmel ab (radiative Abkühlung) und kann dadurch schneller auskühlen als die Umgebungsluft. Sobald die Frontlinse oder das Schutzglas unter den Taupunkt fällt, kondensiert Feuchtigkeit – erst als feiner Film, später als sichtbare Tröpfchen. Genau deshalb kann Tau auch dann auftreten, wenn die Temperatur gar nicht extrem niedrig wirkt.

Dew-Removal (Heizung/Entfeuchtung) hilft, indem es die Optik minimal über dem kritischen Punkt hält. Das Problem: Wärme ist Energie, und Energie kommt im Feldbetrieb aus dem Akku. Je höher das Tau-Risiko (feuchte Luft, klare Nacht, windige Bedingungen), desto häufiger oder stärker muss die Heizung arbeiten. Dazu kommt die Kälte: Akkus verlieren bei niedrigen Temperaturen an verfügbarer Kapazität, und gleichzeitig steigt der Bedarf, weil mehr Wärme „verloren“ geht. Das ist der Grund, warum eine Labor-Laufzeit von z.B. 6 Stunden in der Praxis bei 0–5°C und aktivem Dew-Removal spürbar schrumpfen kann.

Der smarte Weg ist nicht „immer volle Power“, sondern ein bewusstes Vorgehen. In vielen Nächten reicht Auto völlig aus: Die Optik bleibt klar, aber die Heizung läuft nicht dauerhaft. Wenn du manuell schalten musst, starte lieber konservativ: Fokus setzen, ein kurzes Test-Stack (z.B. 2–5 Minuten) prüfen und erst dann die Heizung hochfahren, wenn du wirklich beginnende Weichheit siehst. Typisches Muster: Tau baut sich schleichend auf – früh gegensteuern spart am Ende Energie, weil du nicht gegen eine bereits „nasse“ Optik ankämpfen musst.

Für lange Nächte und Mosaics lohnt Planung besonders. Ein Mosaic besteht nicht nur aus Integrationszeit pro Panel, sondern auch aus Bewegung, Plate-Solve, kleinen Pausen und Neu-Fokus. Diese Nebenzeiten wirken unscheinbar, summieren sich aber – und sie passieren oft genau dann, wenn die Heizung weiterläuft. Strategie: Panel-Minuten realistisch wählen, Overlap/Panel-Anzahl nicht zu knapp kalkulieren und lieber eine Session so planen, dass die Bedingungen möglichst konstant bleiben. Wenn du siehst, dass die Ampel im Rechner „gelb/rot“ wird, ist eine Powerbank kein Luxus, sondern Bild-Sicherheit.

Powerbank-Basics (ohne Marken): Entscheidend sind saubere Kabel, stabile Stecker und eine realistische Erwartung an die nutzbare Kapazität. Durch Spannungswandlung und Kabelverluste steht oft nicht die volle mAh-Zahl zur Verfügung – deshalb arbeitet der Rechner mit einer Effizienz-Schätzung. Halte das Setup simpel: kurzes, hochwertiges Kabel, keine wackeligen Adapter, Zugentlastung (z.B. Klettband), damit beim Slew nichts herausrutscht. Wenn es kalt ist, kann auch die Powerbank selbst Leistung verlieren – ideal ist eine Position, die etwas geschützt ist (z.B. Tasche/Box), ohne dass Wärme staut oder Tau entsteht.

Hinweis: Dieser Rechner ist eine Heuristik zur Planung. Reale Laufzeit hängt u.a. von Akku-Alter, Umgebung, Firmware-Verhalten und deinem Workflow ab. Wenn du merkst, dass du konstant abweichst, passe die Baseline im „Erweitert“-Bereich an – dann werden die Empfehlungen schnell sehr treffsicher.

FAQ

Woran erkenne ich, dass Tau das Problem ist?
Wenn Sterne plötzlich weich werden, Kontrast sinkt und Fokus-Nachstellen nur kurz hilft, ist Tau sehr wahrscheinlich. Ein Blick mit Taschenlampe schräg über die Optik zeigt oft einen feinen Film.
Ist „Dew-Removal: An“ immer besser als Auto?
Nicht unbedingt. „An“ ist die sichere Variante, kostet aber am meisten Akku. Auto ist häufig der beste Kompromiss: genug Schutz, weniger Dauerverbrauch.
Warum spielt Wind hier eine Rolle?
Wind kann Wärme schneller von der Optik abführen. Das bedeutet: Die Heizung muss mehr nachlegen, um dieselbe Temperaturdifferenz zu halten – besonders bei starkem Wind.
Was mache ich, wenn der Rechner „Powerbank nötig“ sagt?
Erst prüfen: Ist Dew wirklich nötig? Auto statt An kann reichen. Falls Mosaic/Session lang ist oder es kalt/feucht ist: Powerbank nutzen, um Ausfälle zu vermeiden.
Wie realistisch sind mAh-Angaben bei Powerbanks?
Die Nenn-Kapazität wird intern oft bei niedriger Zellspannung angegeben. Durch Wandlung auf USB-Spannung und Kabelverluste kommt weniger nutzbar an – darum gibt es im Rechner eine Effizienz-Einstellung.
Warum ist Mosaic oft „teurer“ als es aussieht?
Neben der reinen Integrationszeit hast du Slews, Plate-Solves, kleine Pausen, ggf. Fokus-Checks. Diese Zeiten addieren sich und die Heizung läuft trotzdem weiter.
Welche schnelle Praxis-Routine verhindert Frust?
Kurztest: Fokus setzen → 2–5 Minuten Test-Stack → Sterne prüfen → erst dann die lange Session starten. So merkst du Tau/Fokus/Wind-Probleme früh.
Ich habe viel Rest-% laut Rechner, aber in echt ist der Akku schneller leer – warum?
Häufige Gründe sind sehr kalte Nächte, alternder Akku, dauerhafte Heizung, viele Slews oder ein Workflow mit viel „Nebenbetrieb“. Passe die Baseline im Erweitert-Bereich an.
Welche Kabel-Tipps sind am wichtigsten?
Kurzes, gutes Kabel, stabile Stecker, keine wackeligen Adapter, und Zugentlastung. So vermeidest du Spannungsabfälle und ungewollte Disconnects beim Slew.
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