Seestar S30 & S50 Speicher- & Akku-Rechner

Seestar S30 & S50 Speicher- & Akku-Rechner

Schätzt für eine Session grob: Speicherbedarf (Frames + optionale Stacked-FITS) und Akku-Reserve inkl. Warnhinweisen. Heuristik — ideal fürs schnelle “Passt das in den internen Speicher?” & “Brauche ich eine Powerbank?”.

⚙️ Heuristik • Mobile-first • Scoped #ss-calc-6

Eingaben

Beeinflusst die Baseline-Laufzeit (vereinfachtes Modell).
Video/Scenery zieht oft mehr — besonders beim S30 als Daumenwert.
Gesamtdauer der Session (über alle Targets). Slews/Setup sind nicht extra drin.
Wir rechnen Frames über die gesamte Session. Pro Target wird nur grob aufgeteilt.
Frames = SessionSek / (Exposure + 1s Overhead). Overhead ist fix (heuristisch).
Passe an dein Format/Setting an (RAW/FITS/Kompression = große Unterschiede).
Save each frame
Wenn aus: Frames werden nicht einzeln gezählt, nur optionale Stacks pro Target.
Dew-Removal
Heuristik: Laufzeit × 0,65 wenn an (starker Verbrauch).
Erweitert (Speicher & Limits)
Default 50 GB. Setze z.B. niedriger, wenn schon Material drauf ist.
Standard 1,0s. Je nach Gerät/Workflow kann es abweichen.
Heuristik: 1 Stack-Datei pro Target (wenn aktiviert).
Daumenwert. Große Stacks können deutlich darüber liegen.

Ergebnis

Speicherbedarf

— GB

Akku-Reserve

— %
Hinweis: Das ist eine plausible Schätzung. In der Praxis erhöhen Targets, Plate-Solve, Slews, Temperatur und Dateiformate die Streuung. Nutze das Ergebnis als “Sicherheitscheck”, nicht als exakten Wert.

Speicher & Akku bei Seestar-Sessions richtig planen

Zwei Dinge killen eine ansonsten perfekte Nacht am häufigsten: voller Speicher und leerer Akku. Gerade bei Seestar S30 und S50 ist es verlockend, einfach loszulegen — bis plötzlich die Aufnahme stoppt oder am Ende der Session nur ein Teil der Daten sauber gespeichert ist. Dieser Rechner hilft dir, vor dem Start grob abzuschätzen, ob dein Material in den internen Speicher passt und ob du eine Powerbank einplanen solltest.

Der größte Speicherfresser ist fast immer „Save each frame“. Das klingt harmlos, bedeutet aber: Jede einzelne Belichtung wird als Datei gesichert. Bei vielen kurzen Subframes summiert sich das extrem schnell. Beispiel: 3 Stunden Session, 10 Sekunden Exposure und ein kleiner Overhead pro Frame — das sind grob über 1.000 Frames. Wenn ein Frame nur 8 MB hat, bist du bereits bei rund 8 GB nur für die Einzelbilder. Steigst du auf größere Formate oder weniger Kompression, klettert das sofort. Darum ist „Save each frame“ perfekt für Qualitätskontrolle und späteres Processing, aber riskant, wenn du knapp beim Speicher bist.

Auch der Session-Plan spielt rein: Mehr Targets bedeuten nicht automatisch mehr Speicher — aber oft mehr „Real-Overhead“ (Slew, Einrichten, Plate-Solve). In der Praxis kann es sinnvoller sein, weniger Targets zu wählen und dafür mehr Integration auf einem Objekt zu sammeln. Das bringt meistens sichtbar bessere Ergebnisse als „10 Objekte mit je 10 Minuten“. Wenn du dagegen viele Targets für eine Übersichtsnacht machen willst, schalte „Save each frame“ bewusst ein/aus: Für reine Doku reicht oft der Stack pro Target; für ernsthaftes Processing willst du die Einzelbilder.

Beim Akku ist die häufigste Falle Dew-Removal (Tau-Heizung). Sobald Feuchtigkeit oder Kälte reinkommen, steigt der Verbrauch. Deshalb rechnet dieser Estimator mit einem deutlichen Laufzeitfaktor, wenn Dew-Removal aktiv ist. Dazu kommt: Kälte reduziert Akku-Leistung. Was im Sommer “locker 6 Stunden” waren, kann im Winter deutlich weniger sein. Wenn du lange Sessions planst, Mosaics anpeilst oder am Limit unterwegs bist, ist eine Powerbank nicht „nice to have“, sondern die Versicherung gegen frustrierende Abbrüche.

Praktische Tipps: Baue dir eine Export-Routine auf. Nach jeder Nacht: Daten runter, sortieren, kurz prüfen, Speicher freimachen. Mache außerdem kurze Test-Sessions (15–20 Minuten), um dein reales „MB pro Frame“ zu verifizieren. Das ist der wichtigste Wert, denn er hängt von Dateiart, Bit-Tiefe und Workflow ab. Und wenn du mit Powerbank arbeitest: Achte auf stabile Kabelführung, eine ausreichende Leistung (saubere Spannung, nicht am Limit) und starte die Session am besten mit bereits gut geladenem internen Akku. So minimierst du Spannungseinbrüche in kalten Stunden.

Fazit: Plane Speicher und Energie wie ein Setup-Teil — genauso wie Fokus und Alignment. Wenn du vor der Nacht zwei Minuten rechnest, sparst du dir sehr oft die typische „alles lief super, aber…“-Story. Nutze die Warnhinweise hier als Check: Passt es in den Speicher? und Bleibt genug Reserve? Wenn nicht, ändere lieber vorher die Strategie: weniger Frames speichern, weniger Targets, längere Exposures (wenn sinnvoll) oder eben direkt mit Powerbank starten.

FAQ – Speicher, Frames & Akku (Seestar S30/S50)

Wie genau ist die Speicher-Schätzung?
Sie ist bewusst heuristisch. Der wichtigste Stellhebel ist dein realer „MB pro Frame“-Wert. Miss ihn einmal mit einer kurzen Session und trage ihn hier ein – dann wird die Schätzung deutlich brauchbarer.
Warum hat jedes Frame „Overhead“?
Zwischen Frames passieren interne Prozesse (Speichern, Stack-Update, ggf. kleine Pausen). Darum rechnet der Rechner mit Exposure + Overhead, damit die Frame-Anzahl nicht zu optimistisch ausfällt.
Wenn ich mehrere Targets habe, steigen dann die Frames?
Nicht automatisch. Frames hängen primär von der Gesamt-Sessiondauer ab. Viele Targets erhöhen aber in der Realität den Zeitverlust durch Slews/Setup – dadurch können es effektiv weniger Frames sein als berechnet.
Was bringt „Save each frame“, wenn ich doch einen Stack speichere?
Einzelbilder sind Gold fürs spätere Processing (Ausschuss entfernen, besseres Stacking, Kalibrierung). Ein Stack ist super als Ergebnisdatei, aber weniger flexibel, wenn du später mehr herausholen willst.
Wie viele Stacked-FITS entstehen?
Hier als Daumenwert: 1 Stack-Datei pro Target, wenn aktiviert. Je nach App/Workflow können zusätzlich Varianten (z.B. JPG/Preview) entstehen – das ist nicht mitgerechnet.
Warum ist Dew-Removal so ein Akku-Killer?
Heizelemente ziehen konstant Leistung, besonders bei feuchter/kühler Nacht. Deshalb wird die effektive Laufzeit im Rechner deutlich reduziert, sobald Dew-Removal aktiv ist.
Welche Akku-Reserve gilt als „sicher“?
Als Faustregel: Unter 20% Rest oder wenn deine Session länger als die geschätzte Laufzeit ist, ist eine Powerbank sinnvoll. Bei Kälte lieber noch konservativer planen.
Wie plane ich besser: mehr Targets oder mehr Integration?
Für sichtbar bessere Deep-Sky-Ergebnisse gewinnt meist mehr Integration auf einem Target. Viele Targets sind super für Tests, Doku oder wenn du Bedingungen vergleichen willst – aber nicht optimal fürs Maximum an Detail.
Welche Powerbank ist sinnvoll?
Wichtiger als riesige Kapazität ist stabile Leistung/Spannung und ein gutes Kabel. Starte mit vollem internen Akku, nutze eine hochwertige Powerbank und vermeide wackelige Steckverbindungen.
Was ist der beste Praxis-Workflow nach der Session?
Direkt exportieren, kurz Sichtprüfung (ein paar Frames + Stack), dann Speicher freimachen. So läufst du nicht in die „Speicher voll“-Falle, wenn die nächste klare Nacht kommt.
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