Seestar S30 & S50 (FoV) Field of View

Seestar S30 & S50 FoV-Rechner + Messier All-Sky Karte

Offline-Widget (ohne externe Libraries): Messier-Objekte finden, anklicken und sofort sehen, ob es ins FoV passt – inklusive Mosaik-Empfehlung und Overlay-Vorschau.

Auswahl:

1) Objekt finden

Suche + Filter
Tipp: Auf Desktop kannst du auf der Karte hovern (Tooltip). Auf Mobile tippen.

2) Ergebnis & Framing

FoV · Mosaic · Overlay
Passt?
Objektgröße
Major × Minor (′)
FoV
Seestar-Preset (′)
Mosaic
Rechteck = FoV · Ellipse = Objekt (inkl. Margin). Bei „Nein“ ragt die Ellipse über den Rahmen.
Erweitert
Overlap (%): Überlappung zwischen Panels. Standard: 15–20%.
Framing/Margin (%): Extra Rand um das Objekt (Planung + „Stretch-Puffer“).
Mosaik-Logik (Kurz): stepW = FoV_W · (1 − overlap), stepH = FoV_H · (1 − overlap); nx = ceil((objW·(1+margin) − FoV_W)/stepW + 1), ny analog; mindestens 1.

3) Messier All-Sky Karte

Tap/Klick wählt Objekt
Hinweis: Projektion ist bewusst simpel (Plate Carrée) für schnelle Offline-Performance.

Wissenswertes

Erklärung · FAQ

Was du hier berechnest (FoV, Framing & Mosaik)

Der „Field of View“ (FoV) beschreibt, wie groß dein Bildausschnitt am Himmel ist – also wie viele Grad bzw. Bogenminuten (′) dein Seestar in einer Aufnahme abdeckt. Für Astrofotos ist das entscheidend: Ein Objekt kann perfekt ins Bild passen, nur knapp an den Rändern kleben oder so groß sein, dass du es nur mit einem Mosaik (mehrere Teilbilder) vollständig aufnehmen kannst. Genau dabei hilft dir dieser FoV-Rechner für Seestar S30 und S50: Objekt auswählen, Ergebnis ablesen, und sofort weißt du, ob du „on target“ bist oder ob du umplanen solltest.

Damit es greifbar wird: 1° entspricht 60′. Die Seestar S50 hat ein festes FoV von 1,29° × 0,73° (≈ 77,4′ × 43,8′). Die Seestar S30 ist deutlich „weitwinkliger“ mit 2,17° × 1,22° (≈ 130,2′ × 73,2′). Das bedeutet nicht „besser“ oder „schlechter“, sondern eine andere Ziel-Auswahl: S30 ist entspannter bei großen Nebeln und offenen Sternhaufen, S50 wirkt „zoomiger“ und zeigt bei kleineren Galaxien und kompakten Nebeln oft mehr Detail pro Bildfeld.

So nutzt du das Widget: Wähle zuerst dein Modell (S30 oder S50). Danach suchst du ein Messier-Objekt per Eingabe (z. B. „M31“ oder „Andromeda“) oder klickst es direkt auf der All-Sky-Karte an. Oben erscheinen sofort die KPI-Karten: „Passt ins Bild?“ (Ja/Knapp/Nein), die Objektgröße (Major×Minor in Bogenminuten), dein FoV in Bogenminuten, und eine Mosaik-Empfehlung (X×Y) inklusive Panel-Anzahl. Mit „Teilen/Kopieren“ übernimmst du die Empfehlung als Text in Notizen, WhatsApp oder deinen Beobachtungsplan.

Der Punkt „Overlap“ (Überlappung) ist beim Mosaik entscheidend. Wenn du mehrere Panels aufnimmst, sollten sie sich überlappen, damit Stacking-Software die Teilbilder sauber ausrichten kann. Typisch sind 15–20 % Overlap; bei schwierigen Feldern (wenige Sterne, viel Nebel) eher Richtung 20 %. Mit „Framing/Margin“ planst du bewusst zusätzlichen Rand um das Objekt ein. Das ist sinnvoll, weil sich die sichtbare Ausdehnung je nach Bearbeitung (Stretching, Entrauschen, Sternreduktion) verändert und du sonst schnell ungewollt „abschneidest“.

Die Overlay-Vorschau macht das Ergebnis sofort sichtbar: Das Rechteck ist dein FoV, die Ellipse die scheinbare Objektgröße (inklusive Margin). Bei „Knapp“ liegt die Ellipse sehr nah an der Kante; bei „Nein“ ragt sie darüber hinaus. Die All-Sky-Karte ist dein schneller Katalog-Browser: Messier-Objekte werden als Punkte nach Typ dargestellt, Tooltips zeigen Name, Typ und Größe, und ein Tap/Klick übernimmt das Objekt direkt in den Rechner. Suche und Filter (Typ, Mindestgröße, optional Helligkeit) helfen dir, in Sekunden passende Ziele für dein aktuelles Setup zu finden.

Ein paar typische Beispiele: M31 (Andromedagalaxie) ist riesig – auf der S50 brauchst du in der Praxis fast immer ein Mosaik, auf der S30 oft ebenfalls, aber mit weniger Panels. M42 (Orionnebel) passt meist gut, kann aber je nach gewünschtem Umfeld „knapp“ werden. M45 (Plejaden) ist so ausgedehnt, dass selbst die S30 nur einen Teil wirklich komfortabel zeigt. Kompaktere Klassiker wie M13 (Herkules-Kugelsternhaufen) oder M57 (Ringnebel) passen in beiden Modellen meist problemlos und sind ideale Ein-Abend-Targets.

Praxis-Tipps für bessere Mosaiks: Nutze möglichst identische Einstellungen (Belichtungszeit, Gain/ISO-Äquivalent, Filter), damit die Panels später gleichmäßig aussehen. Achte auf sauberen Fokus und ähnliche Hintergrundhelligkeit (kein Panel im Dunst, das nächste im klaren Himmel). Plane lieber etwas mehr Overlap als zu wenig. Und wenn ein Objekt nur „knapp“ ist, kann ein minimaler Reframe schon reichen – oft ist das effizienter als ein komplettes Mosaik.

Hinweis zu den Katalogdaten: Die hier verwendeten Messier-Größen sind Richtwerte (scheinbare Ausdehnung am Himmel) und variieren je nach Quelle. Viele Objekte haben helle Kerne und sehr schwache Außenbereiche – je nach Himmel, Filter und Bearbeitung kann das „wirklich sichtbare“ Objekt größer oder kleiner wirken. Nutze die Werte daher als Planungs- und Framing-Hilfe, nicht als exakte Zusage.

FAQ

Was bedeutet „Ja“, „Knapp“ und „Nein“ in der Pass-Anzeige?
„Ja“ heißt: Das Objekt passt mit der gewählten Margin ins FoV. „Knapp“ bedeutet: Es passt gerade so (oder nur mit sehr wenig Rand) – kleine Zentrierfehler oder eine größere sichtbare Ausdehnung können zu Schnitt führen. „Nein“ heißt: Für eine vollständige Darstellung ist ein Mosaik sinnvoll.
Welchen Overlap sollte ich für Mosaiks einstellen?
Als guter Standard funktionieren 15–20 % Überlappung. Je weniger Sterne im Feld oder je strukturierter der Nebel, desto eher 20 %. Mehr Overlap macht das Stitching robuster, kostet aber natürlich etwas mehr Zeit, weil du mehr Fläche doppelt belichtest.
Wofür ist „Framing/Margin (%)“ gedacht?
Die Margin ist zusätzlicher Rand um das Objekt – damit es nicht „am Rahmen klebt“ und du beim Stacken/Finalisieren nicht sofort croppen musst. Außerdem verändert Bearbeitung (Stretching) oft die wahrgenommene Größe. 5–15 % sind für viele Ziele ein guter Start.
Warum stimmen Objektgrößen manchmal nicht perfekt mit meinem Bild überein?
Kataloggrößen sind Richtwerte. Viele Messier-Objekte haben helle Kerne und sehr schwache Außenbereiche: Unter dunklem Himmel und mit aggressiverem Stretch wirken sie größer. Unter hellem Himmel oder mit sanfter Bearbeitung wirken sie kleiner.
Kann ich das Objekt drehen, um es besser ins FoV zu bekommen?
Das Widget rechnet konservativ ohne Rotation. In der Praxis kann eine Drehung (oder ein leichtes Reframing) helfen, besonders bei länglichen Galaxien. Nutze das Ergebnis als Planung: Wenn „Knapp“, lohnt sich ein zweiter Blick am Himmel mit Live-Preview.
Warum zeigt die Karte RA/Dec statt einer fotorealistischen Sternkarte?
RA/Dec sind die Standard-Koordinaten am Himmel und reichen für eine schnelle All-Sky-Übersicht. Ohne externe Libraries bleibt das Widget komplett offline und sehr schnell – ideal als Framing-Tool und Objekt-Finder.
Funktioniert das Widget wirklich komplett offline?
Ja. Der Messier-Katalog ist als JSON im Code eingebettet, und Karte, Rechner und Overlay laufen rein im Browser ohne externe CDNs oder Bibliotheken.
Wie interpretiere ich die Mosaik-Angabe X×Y?
X ist die Anzahl Panels in FoV-Breite, Y in FoV-Höhe. Das Widget berücksichtigt Overlap und Margin. Beispiel: 3×2 bedeutet 6 Panels. Wenn du nur einen Teil des Objekts willst, kannst du natürlich auch bewusst kleiner planen.
Kann ich damit auch Nicht-Messier-Objekte planen?
Der Katalog in diesem Widget ist Messier-only. Für andere Targets kannst du die Logik trotzdem nutzen: Nimm die Objektgröße (Major/Minor in ′) aus einer Quelle deiner Wahl und vergleiche sie mit dem FoV in den KPI-Karten.
Stand der Daten: Messier M1–M110. Größenangaben sind Richtwerte; sichtbare Ausdehnung kann je nach Himmel und Bearbeitung variieren.
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