Seestar S30 & S50 Speicher- & Akku-Rechner
Schätzt für eine Session grob: Speicherbedarf (Frames + optionale Stacked-FITS) und Akku-Reserve inkl. Warnhinweisen. Heuristik — ideal fürs schnelle “Passt das in den internen Speicher?” & “Brauche ich eine Powerbank?”.
Eingaben
Erweitert (Speicher & Limits)
Ergebnis
Speicherbedarf
Akku-Reserve
Speicher & Akku bei Seestar-Sessions richtig planen
Zwei Dinge killen eine ansonsten perfekte Nacht am häufigsten: voller Speicher und leerer Akku. Gerade bei Seestar S30 und S50 ist es verlockend, einfach loszulegen — bis plötzlich die Aufnahme stoppt oder am Ende der Session nur ein Teil der Daten sauber gespeichert ist. Dieser Rechner hilft dir, vor dem Start grob abzuschätzen, ob dein Material in den internen Speicher passt und ob du eine Powerbank einplanen solltest.
Der größte Speicherfresser ist fast immer „Save each frame“. Das klingt harmlos, bedeutet aber: Jede einzelne Belichtung wird als Datei gesichert. Bei vielen kurzen Subframes summiert sich das extrem schnell. Beispiel: 3 Stunden Session, 10 Sekunden Exposure und ein kleiner Overhead pro Frame — das sind grob über 1.000 Frames. Wenn ein Frame nur 8 MB hat, bist du bereits bei rund 8 GB nur für die Einzelbilder. Steigst du auf größere Formate oder weniger Kompression, klettert das sofort. Darum ist „Save each frame“ perfekt für Qualitätskontrolle und späteres Processing, aber riskant, wenn du knapp beim Speicher bist.
Auch der Session-Plan spielt rein: Mehr Targets bedeuten nicht automatisch mehr Speicher — aber oft mehr „Real-Overhead“ (Slew, Einrichten, Plate-Solve). In der Praxis kann es sinnvoller sein, weniger Targets zu wählen und dafür mehr Integration auf einem Objekt zu sammeln. Das bringt meistens sichtbar bessere Ergebnisse als „10 Objekte mit je 10 Minuten“. Wenn du dagegen viele Targets für eine Übersichtsnacht machen willst, schalte „Save each frame“ bewusst ein/aus: Für reine Doku reicht oft der Stack pro Target; für ernsthaftes Processing willst du die Einzelbilder.
Beim Akku ist die häufigste Falle Dew-Removal (Tau-Heizung). Sobald Feuchtigkeit oder Kälte reinkommen, steigt der Verbrauch. Deshalb rechnet dieser Estimator mit einem deutlichen Laufzeitfaktor, wenn Dew-Removal aktiv ist. Dazu kommt: Kälte reduziert Akku-Leistung. Was im Sommer “locker 6 Stunden” waren, kann im Winter deutlich weniger sein. Wenn du lange Sessions planst, Mosaics anpeilst oder am Limit unterwegs bist, ist eine Powerbank nicht „nice to have“, sondern die Versicherung gegen frustrierende Abbrüche.
Praktische Tipps: Baue dir eine Export-Routine auf. Nach jeder Nacht: Daten runter, sortieren, kurz prüfen, Speicher freimachen. Mache außerdem kurze Test-Sessions (15–20 Minuten), um dein reales „MB pro Frame“ zu verifizieren. Das ist der wichtigste Wert, denn er hängt von Dateiart, Bit-Tiefe und Workflow ab. Und wenn du mit Powerbank arbeitest: Achte auf stabile Kabelführung, eine ausreichende Leistung (saubere Spannung, nicht am Limit) und starte die Session am besten mit bereits gut geladenem internen Akku. So minimierst du Spannungseinbrüche in kalten Stunden.
Fazit: Plane Speicher und Energie wie ein Setup-Teil — genauso wie Fokus und Alignment. Wenn du vor der Nacht zwei Minuten rechnest, sparst du dir sehr oft die typische „alles lief super, aber…“-Story. Nutze die Warnhinweise hier als Check: Passt es in den Speicher? und Bleibt genug Reserve? Wenn nicht, ändere lieber vorher die Strategie: weniger Frames speichern, weniger Targets, längere Exposures (wenn sinnvoll) oder eben direkt mit Powerbank starten.
FAQ – Speicher, Frames & Akku (Seestar S30/S50)
Wie genau ist die Speicher-Schätzung?
Warum hat jedes Frame „Overhead“?
Wenn ich mehrere Targets habe, steigen dann die Frames?
Was bringt „Save each frame“, wenn ich doch einen Stack speichere?
Wie viele Stacked-FITS entstehen?
Warum ist Dew-Removal so ein Akku-Killer?
Welche Akku-Reserve gilt als „sicher“?
Wie plane ich besser: mehr Targets oder mehr Integration?
Welche Powerbank ist sinnvoll?
Was ist der beste Praxis-Workflow nach der Session?
Alle Seestar Rechner & Tools auf einen Blick
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